Gemeinschaftliche Erzeugungsanlage (GEA) in Österreich
Bald verfügbar bei EG Austria: Nutze erzeugten Strom gemeinsam mit anderen Bewohner:innen direkt im eigenen Gebäude und senke nachhaltig deine Stromkosten mit einer Gemeinschaftliche Erzeugungsanlage.

So funktioniert’s
Was ist eine Gemeinschaftliche Erzeugungsanlage?
Eine Gemeinschaftliche Erzeugungsanlage – kurz GEA – ermöglicht es mehreren Parteien eines Gebäudes, Strom aus einer gemeinsamen Erzeugungsanlage zu nutzen. Typisches Beispiel ist eine Photovoltaikanlage auf dem Dach eines Mehrparteienhauses.
Voraussetzung ist, dass die teilnehmenden Zählpunkte über dieselbe Hauptleitung verbunden sind. Der gemeinsam genutzte Strom wird nicht durch das öffentliche Netz transportiert. Dadurch fallen für die innerhalb der GEA zugeteilte Energie keine Netzentgelte und Abgaben an.

Typische Anwendungsfälle
Wann ist eine GEA besonders interessant?
Nahbereich & Ersparnisse
Strom direkt dort nutzen, wo er entsteht
Eine klassische GEA ist heute auf den gemeinsamen Netzanschluss bzw. die gemeinsame Hauptleitung beschränkt. In der neuen Nahebereichslogik entspricht das grundsätzlich dem engsten Bereich.
Bald verfügbar:
Gemeinschaftliche Erzeugungsanlagen
Wir erweitern das EG Austria Mitgliederportal um Funktionen für Gemeinschaftliche Erzeugungsanlagen (GEA). Sichere dir jetzt Updates und erfahre als Erste:r, wenn die neue Lösung live geht.
Melde dich für die Warteliste an und gehöre zu den Ersten, die Zugang erhalten:
Energiezuordnung & Abrechnung
Wie wird der Strom auf die Wohnungen verteilt?
Die Erzeugung der gemeinsamen Anlage und der Verbrauch der teilnehmenden Zählpunkte werden über Smart Meter im 15-Minuten-Takt gemessen. Der Netzbetreiber ordnet die verfügbare Energie anschließend anhand eines vereinbarten Aufteilungsschlüssels den einzelnen Teilnehmer:innen zu. Die Zurechnung ist immer durch den tatsächlichen Verbrauch im selben Zeitraum begrenzt.
1.
Erfassung
Die gemeinsame Erzeugungsanlage und alle teilnehmenden Verbrauchszählpunkte erfassen ihre Werte über Smart Meter im 15-Minuten-Takt.
2.
Berechnung
Der Netzbetreiber ermittelt, wie viel Energie die gemeinsame Anlage im jeweiligen Intervall erzeugt hat und wie hoch der Verbrauch der einzelnen Parteien war.
3.
Zurechnung
Die verfügbare Energie wird nach dem vereinbarten Aufteilungsschlüssel auf die teilnehmenden Zählpunkte verteilt.
4.
Abrechnung
Nur die tatsächlich zugeteilte Energiemenge wird als Strom aus der GEA abgerechnet. Der darüber hinaus benötigte Reststrom kommt weiterhin vom bestehenden Stromanbieter.
Wie wird die Energie in der GEA aufgeteilt?
Der Aufteilungsschlüssel bestimmt, wie die von der gemeinsamen Erzeugungsanlage produzierte Energie auf die teilnehmenden Zählpunkte verteilt wird. Die Zurechnung erfolgt für jedes 15-Minuten-Intervall und ist immer durch den tatsächlichen Verbrauch begrenzt.
Kann die erzeugte Energie im jeweiligen Zeitraum nicht innerhalb der GEA genutzt werden, wird der Überschuss in das öffentliche Netz eingespeist.

Neuerungen ab Herbst 2026
Statische oder dynamische Aufteilung?
Statischer Aufteilungsschlüssel
Jeder Zählpunkt erhält einen fix vereinbarten Anteil der erzeugten Energie. Die prozentuelle Verteilung bleibt gleich, unabhängig davon, wie hoch der momentane Verbrauch ist.
Dynamischer Aufteilungsschlüssel
Die verfügbare Energie wird anhand des tatsächlichen Verbrauchs verteilt. Dadurch kann mehr Strom dort genutzt werden, wo er im jeweiligen 15-Minuten-Intervall tatsächlich benötigt wird.

Eine dynamische Aufteilung kann den Eigenverbrauch innerhalb des Gebäudes erhöhen,
weil nicht genutzte Anteile flexibler anderen teilnehmenden Zählpunkten zugeordnet werden können.

Energy-Sharing Modelle intelligent kombiniert
Ein Zählpunkt kann gleichzeitig an mehreren Energiegemeinschaften teilnehmen. EG Austria entwickelt deshalb gemeinsam mit der TU Graz eine Optimierungslogik, die Erzeugung und Verbrauch prognostiziert und passende Teilnahmefaktoren berechnet.
Dabei werden PV-, Wind- und Wasserkraft, Verbrauchsprognosen, historische Lastprofile sowie künftig Speicher und flexible Verbraucher berücksichtigt.
Ziel: möglichst viel günstige Energie aus den verschiedenen Modellen nutzen und optimal miteinander kombinieren.
Häufige Fragen
Hier findest du schnelle Antworten – kurz und verständlich.
Was ist eine Gemeinschaftliche Erzeugungsanlage (GEA)?
Eine GEA ermöglicht mehreren Parteien eines Gebäudes, Strom aus einer gemeinsamen Erzeugungsanlage zu nutzen. Typisches Beispiel ist eine PV-Anlage auf einem Mehrparteienhaus. Die teilnehmenden Zählpunkte müssen über dieselbe Hauptleitung verbunden sein.
Kann eine PV-Anlage in einem Mehrparteienhaus von allen Wohnungen genutzt werden?
Ja. Eine gemeinsame PV-Anlage kann ihren Strom mehreren teilnehmenden Wohnungen zuordnen, sofern die technischen und vertraglichen Voraussetzungen einer GEA erfüllt sind.
Können auch Mieter:innen an einer GEA teilnehmen?
Ja. Sowohl Eigentümer:innen als auch Mieter:innen können teilnehmen, sofern ihre Verbrauchsanlagen technisch der GEA zugeordnet werden können.
Müssen alle Wohnungen im Haus teilnehmen?
Nein. Die Teilnahme an der GEA ist freiwillig. Nicht teilnehmende Parteien behalten ihre normale Stromversorgung.
Braucht eine GEA einen Smart Meter?
Ja. Die Erzeugung und der Verbrauch der teilnehmenden Zählpunkte müssen viertelstundengenau gemessen werden können. Der Netzbetreiber verwendet diese Messwerte für die Energiezuordnung.
Fallen bei einer GEA Netzentgelte an?
Für Energie, die direkt innerhalb der GEA genutzt wird, wird das öffentliche Netz nicht verwendet. Deshalb fallen für diese Energiemenge keine Netzentgelte und Abgaben an. Für zusätzlich aus dem öffentlichen Netz bezogenen Reststrom gelten weiterhin die normalen Entgelte.
Wie wird der Strom einer GEA aufgeteilt?
Die erzeugte Energie wird über einen vereinbarten Aufteilungsschlüssel auf die teilnehmenden Zählpunkte verteilt. Die Aufteilung kann statisch oder dynamisch erfolgen.
Was ist der Unterschied zwischen statischer und dynamischer Aufteilung?
Bei der statischen Aufteilung bleiben die vereinbarten Anteile dauerhaft gleich. Bei einer dynamischen Aufteilung orientiert sich die Verteilung stärker am aktuellen Verbrauch der Teilnehmenden.
Was passiert mit überschüssigem PV-Strom in einer GEA?
Strom, der innerhalb der GEA nicht genutzt wird, wird in das öffentliche Netz eingespeist und über einen entsprechenden Energieabnehmer vermarktet.
Kann eine GEA auch in einem Bürogebäude umgesetzt werden?
Ja. GEA sind nicht auf Wohngebäude beschränkt. Auch Bürogebäude, Einkaufszentren und andere gemeinsam genutzte Objekte können das Modell nutzen.
Kann ich GEA und EEG kombinieren?
Ja. Ein Zählpunkt kann zusätzlich zur GEA auch an weiteren gemeinschaftlichen Energiemodellen teilnehmen. So kann zunächst Strom aus dem eigenen Gebäude und ergänzend Energie aus einer regionalen EEG genutzt werden.
Gibt es Gemeinschaftliche Erzeugungsanlagen schon?
Ja. GEA können in Österreich bereits seit 2017 umgesetzt werden. EG Austria entwickelt derzeit die eigene digitale Lösung für Verwaltung und Abrechnung.

Mach den nächsten Schritt – gemeinsam zur Energiewende
Werde Teil einer Bewegung, die die Energiewende in die eigenen Hände nimmt. Profitiere von günstigen Fixtarifen, 100 % Ökostrom aus deiner Region und gestalte die Energiezukunft in Österreich aktiv mit.