Bürgerenergiemodelle in Österreich

Von der klassischen Energiegemeinschaft bis zu neuen Modellen wie EVA und P2P: Bürgerenergiemodelle – oft auch als Energy Sharing bezeichnet – ermöglichen es, Strom gemeinsam, regional, österreichweit oder direkt zwischen Zählpunkten zu nutzen. Hier findest du alle Modelle einfach erklärt und im direkten Vergleich.

Strom nicht nur erzeugen, sondern sinnvoll teilen

Energy Sharing bedeutet, dass erneuerbarer Strom nicht einfach nur ins Netz eingespeist wird, sondern gezielt dort genutzt werden kann, wo er gebraucht wird: im eigenen Gebäude, in der Region, österreichweit oder künftig auch direkt zwischen einzelnen Zählpunkten.

Bei EG Austria verbinden wir bestehende Energiegemeinschaften mit neuen Modellen wie EVA und P2P. So entsteht ein System, das zu unterschiedlichen Standorten, Verbrauchsprofilen und Zielen passt.

Fünf Modelle. Unterschiedliche Möglichkeiten.

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Gemeinschaftliche Erzeugungsanlage – GEA

Sonnenstrom direkt im Gebäude nutzen

Eine GEA eignet sich für Mehrparteienhäuser oder Bürogebäude. Der Strom wird direkt im Gebäude auf teilnehmende Zählpunkte verteilt.

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Erneuerbare Energiegemeinschaft – EEG

Erneuerbare Energie aus deiner Region

Eine Erneuerbare-Energie-Gemeinschaft verbindet Haushalte, Betriebe, Gemeinden und Erzeugungsanlagen innerhalb eines lokalen oder regionalen Nahebereichs.

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Bürgerenergiegemeinschaft – BEG

Ökostrom österreichweit nutzen

Zählpunkte werden über regionale Netzgrenzen hinweg verbunden. Bei EG Austria ergänzt die BEG regionale EEGs mit erneuerbarer Energie aus ganz Österreich.

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Eigenversorgungsanlage – EVA

Eigene Energie an mehreren Standorten nutzen

Mit einer Eigenversorgungsanlage kannst du selbst erzeugten Strom künftig auch an anderen eigenen Standorten nutzen – etwa am Zweitwohnsitz oder an einem weiteren Betriebsstandort.

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Peer-to-Peer-Energiehandel – P2P

Strom direkt mit anderen teilen oder handeln

Mit Peer-to-Peer-Verträgen kann Strom künftig gezielt zwischen Vertragspartner:innen geteilt oder verkauft werden. Das erfolgt nicht über eine eigene Rechtsform, sondern auf vertraglicher Basis.

Warum der Standort entscheidend ist

Nicht das Modell entscheidet welche Vergünstigungen in Kraft treten, sondern die netztechnische Nähe zwischen Erzeugung und Verbrauch. Diese Nähe wird künftig über sogenannte Nahebereiche und Zonenlevel beschrieben.

Je näher Zählpunkte im Stromnetz verbunden sind, desto größer können die Vorteile bei Netzentgelten und Abgaben sein.

BereichZonenlevelBedeutungErsparnisse
Hauptleitung1gemeinsamer Anschluss / Hauptleitungkeine Netzentgelte für direkt genutzte Energie
Standortbereich2gemeinsamer Standortbereichvoraussichtlich stark begünstigt
Lokal3gleiche Trafostation57 % Reduktion
Regional4gleiches Umspannwerk, ein Netzgebiet28 % / 64 % Reduktion
Regional erweitert5gleiches Umspannwerk, mehrere Netzgebiete28 % / 64 % Reduktion
Ohne Nahbereich – ein Netzgebiet6keine direkte Nähe, aber ein Netzgebietkeine Reduktion
Österreichweit7keine Nähe, mehrere Netzgebietekeine Reduktion

Geplante Nahebereiche und Zonenlevel. Umsetzung ab 05. Oktober 2026

Welche Lösung passt zu dir?

Nicht jedes Modell passt zu jedem Ziel – aber für fast jede Situation gibt es eine passende Lösung. Genau deshalb kombiniert EG Austria bestehende Energiegemeinschaften mit neuen Bürgerenergiemodellen wie EVA und P2P.

Ich habe keine eigene PV-Anlage

Dann kannst du trotzdem von einer EEG oder BEG profitieren und Strom aus der Gemeinschaft beziehen. Du brauchst keine eigene Erzeugungsanlage, um Teil der Energiegemeinschaft zu werden. Du kannst dich hier direkt anmelden: Jetzt Mitglied werden.

Ich habe PV-Überschuss

Dann kannst du Strom in eine EEG oder BEG einspeisen, über Zero verschenken oder künftig über P2P direkt an andere weitergeben oder verkaufen. Du kannst dich hier direkt anmelden: Jetzt Mitglied werden.

Ich möchte meinen Strom an Familie weitergeben

Heute ist dafür vor allem Zero interessant. Damit kannst du selbst erzeugten Strom gezielt an Familie, Freund:innen oder andere Zählpunkte weitergeben. Künftig kann P2P zusätzliche Möglichkeiten für direkte Vereinbarungen schaffen.

Hier findest du mehr Informationen zu unserem Zero-Tarif: Tarife

Ich habe mehrere eigene Standorte

Dann ist künftig EVA besonders spannend. So kann eigener Strom nicht nur am Erzeugungsstandort, sondern auch an einem weiteren eigenen Standort genutzt werden – etwa am Zweitwohnsitz oder Betriebsstandort.

Ich bin Mieter:in und habe kein eigenes Dach

Dann kannst du trotzdem teilnehmen: entweder über eine GEA im Gebäude, falls eine gemeinsame Anlage vorhanden ist, oder über eine EEG bzw. BEG als Verbraucher:in.

Ich möchte Strom aus meiner direkten Umgebung nutzen

Dann ist eine EEG die passende Lösung. Sie verbindet Erzeugung und Verbrauch innerhalb eines lokalen oder regionalen Nahebereichs.

Ich bin ein Unternehmen mit mehreren Standorten

Dann können EEG, BEG und künftig EVA kombiniert werden. EVA ist besonders interessant, wenn eigenerzeugter Strom zwischen eigenen Betriebsstandorten genutzt werden soll.

Ich bin eine Gemeinde

Dann können mehrere Modelle relevant sein: EEG für regionale Versorgung, BEG als österreichweite Ergänzung, Zero für gezielte Weitergabe und künftig EVA oder P2P für bestimmte Standort- oder Partnerlösungen.

Wir helfen dir gerne weiter und erstellen eine individuelle Lösung für dich!